Wachsen

"Nein.", hat er gesagt.

Im Hintergrund plärrte eine weinerliche Stimme: "Aber ich will, dass sie mich in den Arm nimmt, mich beschützt und umsorgt. Ich bin klein und schwach, der Boden unter meinen Füßen wankt. Alles um mich herum ist so groß und ungewiss."

Er sagte: "Ich habe derzeit keinen Hunger. Im Moment habe ich alles was ich brauche. Wenn ich jetzt Schokoladenkeksriegel verarbeite, lenkt das nur vom Wesentlichen ab."

Schmollen.

"Es ist schwierig an Visionen zu tüfteln, wenn die Umgebung so windig und wackelig ist.", sagte die kleinlaute Stimme.

 

Jemand sehr schlaues meldete sich zu Wort: "Ich habe mal von einem Lebewesen gehört, das sich reckt und streckt, in alle möglichen Richtungen, bis es etwas findet, an dem es sich festhalten kann. Du musst nur wachsen und dich in verschiedene Richtungen bewegen."

"Aber ich bin doch keine Erbse.", sagte die traurige Stimme und: "Wie soll das denn gehen?"

Nachsinnen.

Überlegen.

"Du musst nur wachsen.", hallte es nach. Dazu braucht man keine Schokoriegel.

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